Wohnen in Bregenz und sich wohl fühlen
Wohnen ist ein Grundrecht und mehr noch. Wie die Menschen wohnen, wie viel sie dafür bezahlen, wie das Wohnumfeld beschaffen ist, ob sich die Menschen geborgen fühlen, ob genügend für die Infrastruktur getan wird usw. usf. ist entscheidend für das persönliche Wohlbefinden.
Deshalb zählt für uns das Thema Wohnen zu einem der wichtigsten Bereiche unserer Arbeit.
Bregenz, das Vorzeigemodell der 70iger Jahre
Unter dem früheren SPÖ Bürgermeister Dipl. Ing. Fritz Mayer, wurde die Bregenzer Wohnbaupolitik in den 70iger Jahren zum Vorzeigemodell für viele in- und ausländische Städte und Gemeinden. Dem Bau kostengünstiger Wohnungen wurde der Vorzug vor vielen anderen städtischen Aufgaben gegeben. Und noch etwas: kostengünstige Mietwohnungen waren damals tatsächlich kostengünstig.
Heute: zu wenig und zu teuere Mietwohnungen
Unter ÖVP Verantwortung wurde verabsäumt, diesen Standard zu halten und auszubauen. Die Zahl der Wohnungssuchenden nimmt wieder zu und auch die Ausgaben für Wohnen steigen kräftig an. Unter anderem auch deswegen, weil die Betriebskosten nicht selten fast ebenso hoch sind, wie die eigentliche Miete in einer geförderten Wohnung.
Die Stadt engagiert sich zuwenig
In vielen bestehenden Wohnanlagen häufen sich derweil Probleme anderer Art wie mangelnde oder fehlende Infrastruktureinrichtungen, zu viel Lärm, Probleme zwischen unterschiedlichen Nationalitäten und Kulturen usw.
Bedauerlicherweise lässt das Engagement der öffentlichen Hand im Wohnbaubereich sehr zu wünschen übrig. Viele Bewohner fühlen sich allein gelassen.
Unsere Ideen für günstigeren Wohnraum und mehr Wohnqualität
Günstigere Mieten durch andere Berechnungsart
Die Wohnbeihilfe wird derzeit nur für die eigentliche Miete gewährt. Künftig soll daher ein Teil der Betriebskosten - zumindest 1 Euro pro m2 - in die Berechnung der Wohnbeihilfe mit einbezogen werden. Das würde zu einer Senkung der Monatsmieten führen und vor allem die einkommensschwachen Familien entlasten.
Umgesetzt und seit 01.01.2007 in Kraft!
Günstigere Mieten durch neue Einkommensrichtlinien
Zur Berechnung der Höhe der Wohnbeihilfe wird das jeweilige Einkommen herangezogen. Ich möchte erreichen, dass die Einkommensrichtlinien um 5 Prozent erhöht werden. Auch diese Maßnahme würde helfen, den Aufwand für Wohnen insgesamt zu senken.
Mietwohnungsbau durch mehr Landesmittel
Die Stadt Bregenz hat genauso viel Schulden wie das Land Vorarlberg. Dieser Umstand lässt es nicht zu, dass die Stadt aus eigenen Mitteln derzeit viel im sozialen Wohnbau zu tun imstande ist. Ein neuer Finanzschlüssel zwischen Land und Kommunen würde die Gemeinden wieder in die Lage versetzen, im Mietwohnungsbereich Akzente zu setzen und mehr günstigen Wohnraum zu schaffen.
Aber auch die Stadt Bregenz muss mehr für die Wohnqualität und das Wohnumfeld in den Siedlungsbereichen tun:
- Stadtentwicklungsplan in Auftrag geben
- Die kleinen Zentren in den Stadtteilen beleben und neue schaffen
- Stadtteilbüros einrichten
- Mitbestimmungsprojekte in den Wohnsiedlungen initiieren
- Mieter - Ombudsstellen in den Siedlungsgebieten einrichten
- Infrastruktureinrichtungen für die Stadtteile
- Fachliche Unterstützung zur Eigeninitiative und Selbsthilfe
- Räumlichkeiten für Aktivitäten einrichten
- Zeitgemäße Kinder- und Jugendbetreuungseinrichtungen schaffen
